
Kulturblitz | Hamburg am Schliersee
Migina O.W. mit Zahnarzt Alaa Alwaa vor „Elphi am Schliersee“. Foto: privat
Ausstellung am Schliersee
In der Gemeinschaftspraxis Zahnheilkunde Schliersee gibt es derzeit eine inspirierende Ausstellung zu sehen. Die Hamburger Designerin und Künstlerin Migina Onida Winona zeigt Werke, die die Gegensätzlichkeit und die Gemeinsamkeit der beiden Orte dokumentiert.
Das Herzstück der Ausstellung ist das Diptychon „Hamburg am Schliersee“. Zwei Werke, die jeweils für sich bestehen, doch in ihrer Kombination ihre volle Kraft entfalten. Zur Vernissage sagte die Künstlerin: „Auf der einen Seite sehen wir die markante St.-Sixtus-Kirche, eingebettet in die Bergsilhouette des Schliersees, ein Bild von Ruhe, Tiefe und Erdung. Auf der anderen Seite die Weite Hamburgs mit Pegelturm und Uhrturm, unverwechselbare Elemente der Hafensilhouette. Energie, Offenheit, Bewegung. Zusammen erzählen sie von Kontrast und Verbindung. Von zwei Welten, die scheinbar gegensätzlich sind und doch in mir zusammenfinden.“
Ein weiteres Werk zeigt die Elbphilharmonie am Schliersee – vor der Bergkulisse in der Morgen- oder Abenddämmerung. „Orange- und Lilatöne laden das Bild emotional auf. Die Kontraste sind bewusst intensiv gewählt. Stadt trifft Natur. Architektur trifft Landschaft. Realität trifft Gefühl“, so drückt es Migina O.W. aus.

Hamburg am Schliersee. Foto: privat
Die 16 ausgestellten Bilder seien ihre emotionale Interpretation der beiden Orte, sagt sie, ihre Art den Emotionen Ausdruck zu verleihen. Sie habe einige Zeit in Schliersee verbracht und den Ort und die Landschaft auf sich wirken lassen. Daraus entstanden abstrakte Werke zum Schliersee. Sie zeigen keine konkreten Orte, sondern Empfindungen: Ruhe. Sinnlichkeit. Hoffnung.
Hamburg indes erscheint lebendig, hektisch, explosiv. Farben prallen aufeinander. Bewegung wird spürbar. Hamburg als eine pulsierende Hafenstadt. „Tor zur Welt“. Gekennzeichnet durch den Hafen. Strahlend. Kontrastreich. Aufregend. Eine Stadt voller Bewegung: Businessalltag, Hektik, Regen, enge Gassen.
„Für mich verbindet der Begriff Freiraum beide Orte, Freiraum in der Natur, beim Denken und in der Kunst“, erklärt Migina O.W. das verbindende Element. Sie wolle mit ihren Bildern die Interpretation freigeben und zum Denken anregen.
Die in den USA geborene Hamburger Diplom-Designerin und Künstlerin freut sich, dass ihre Bilder zur Vernissage so gut angekommen sind und sie plant, im Sommer noch einmal an den Schliersee zu kommen.
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