Förderprojekt LEADER startet noch einmal durch

LEADER

6 Jahre LEADER im Landkreis Miesbach. Foto: MZ

Pressetermin in Miesbach

Sechs Jahre gibt es jetzt LEADER im Landkreis Miesbach. Das EU-Förderprogramm zur Entwicklung des ländlichen Raumes hat 30 Projekte mit einem Fördervolumen von 1,6 Millionen Euro bezuschusst. Jetzt läuft die erste Förderperiode aus, aber es liegt Geld für weitere Projekte parat.

Das ist eine der vielen guten Nachrichten, die Simon Kortus, LEADER Manager und Geschäftsleiter der LAG Kreisentwicklung Miesbacher Land e.V. bei einem Pressegespräch bei der Stadortmarketinggesellschaft Miesbach mitteilte. Das Projekt LEADER habe er von Anfang an unterstützt, sagte LAG-Vorsitzender Michael Pelzer, weil es seiner Philosophie der Bürgerbeteiligung entspreche. Hier würde nicht nur von oben nach unten, sondern ebenso von unten nach oben zusammengearbeitet. Deshalb könnten die Kompetenzen aller Mitwirkenden demokratisch genutzt werden.

Menschen zusammenbringen

Dieser Beteiligungsprozess sei elementar wichtig, betonte Simon Kortus. „Man kann Mauern niederreißen, Menschen zusammenbringen und dadurch Großartiges schaffen.“ Möglich wurde das durch die Lokale Aktionsgruppe (LAG) als zentrales Steuerungsgremium, das sich aus Kommunalpolitkern ebenso wie aus Vertretern von Vereinen, Unternehmen und aus Privatpersonen zusammensetzt. „Wir haben mit 50 Mitgliedern einen der größten Lenkungsausschüsse in Bayern“, informierte Kortus.

LEADER Kortus und Pelzer
LAG-Manager Simon Kortus und LAG-Vorsitzender Michael Pelzer. Foto: MZ

Damit habe jeder der sechs Bereiche Familie, Tourismus, Natur-, Orts- und Landschaftsbild, Wirtschaft, Energiewende und Mobilität sowie Kunst, Kultur, Geschichte abgedeckt werden können. In der sechsjährigen Förderperiode seien Gesamtinvestitionen von 7,1 Millionen Euro getätigt worden. Die Fördersätze liegen zwischen 30 und 70 Prozent.

Mittelaufstockung von 194 000 Euro

Jetzt laufe die erste Periode aus, aber es stehen noch 55 000 Euro zur Verfügung. „Und wir haben eine Nachjustierung bekommen“, erklärt Simon Kortus. „Mit einer Mittelaufstockung von 194 000 Euro können wir noch einmal durchstarten.“ Zudem gebe es einen Bayerntopf, auf den man zugreifen könne. Im Jahr 2021 werde man mit den vorhandenen Strukturen weiterarbeiten und sich dann für die nächste Förderperiode bewerben. Zusätzlich zu den großen Projekten gibt es einen Kleinprojektefonds bis 2500 Euro für ehrenamtliche Vereine, durch den Bürgerengagement unterstützt wird.

LEADER Gemeindehaus
Beispiel Gemeindehaus. Foto: MZ

Aus den 30 erfolgreich geförderten Projekten stellte der LEADER-Manager insbesondere das Evangelische Gemeindehaus in Miesbach vor. Als geistiges Zentrum und Begegnungsort, als Visitenkarte für die Stadt entstehe hier mitten im Ort etwas Neues und Besonderes, das auch die überörtliche Vernetzung mit anderen Gemeinden fördere.

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Als Beispiel für interkommunale Kooperation nannte er die Wendelstein Streifzüge, die Themenwanderwege von vier Gemeinden auf den Wendelstein beinhalten. Auch die Baukultur-Strategie betrifft die Zusammenarbeit, hier mit den Landkreisen Rosenheim und Bad Tölz-Wolfratshausen. Transnational wird es beim Projekt da.und.dort, das den Austausch mit neun österreichischen LAGen fördert. In der Region sind es noch die Projekte Radwegbeschilderung, Erlebnisbrauerei und Kultur im Sudhaus Valley sowie der Schaustollen Deisenried, die Simon Kortus hervorhob.

Handbuch LEADER
Das Handbuch LEADER. Foto: MZ

Er erstellte ein Handbuch zur LEADER-Region Miesbacher Land, in dem Interessierte alles finden, was für eine Förderung erforderlich ist. Für neue Kommunalparlamente und neue Bürgermeister sowie für die Bürger solle es Lust machen, hineinzulesen und eigene Projektideen zu entwickeln. „Das Handbuch übersetzt in verständliche Sprache, was man machen muss“, lobte Michael Pelzer und hob hervor, dass LEADER-Manager Simon Kortus und die LAG nicht Verwalter von Fördergeldern seien, sondern „das sind Mitstreiter, die brennen dafür, dass Projekte umgesetzt werden.“

Handbuch LEADER
Der Weg zur Förderung. Foto: MZ

„Wir freuen uns auf Ihre Projektideen!“ heißt es auf Seite 2 des Handbuches, das in übersichtlicher Weise und grafisch ansprechend gestaltet LEADER vorstellt. Es informiert über Organisation und Ziele, darüber, was förderbar ist und wie es geht und über Beispiele.

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