„Die Weinprobe“ virtuell aus dem Waldviertel

Die Weinprobe

„Die Weinprobe“. Foto: Reinhold Hartl-Gobl

Theater online

Haben Sie Lust, eine Komödie in voller Länge online anzuschauen? Dann sind Sie richtig beim virtuellen Angebot des Wald4tler Hoftheaters. Es bietet jetzt bis zum 31. Mai kostenfrei „Die Weinprobe“ von Stefan Vögel, eine köstliche Komödie mit brillantem Wortwitz an.

Seit der 10. Ausgabe der KulturBegegnungen sind wir dem Wald4tler Hoftheater in Pürbach verbunden. In dieser Zeitung spürten wir die kulturellen Schätze des niederösterreichischen Waldviertels auf.

Lesetipp: „Grenzgänge – Was uns eint und was uns trennt -Spurensuche im Oberen Waldviertel“

Wir lernten die Kulturbrücke Fratres kennen, inzwischen unser Kulturpartner, wir sprachen mit dem Verleger Richard Pils und luden ihn ein, seinen Verlag Bibliothek der Provinz im Landkreis Miesbach zu präsentieren.

Wir besuchten die Textilkünstlerin Vesna und trafen die Autorinnen Mella Waldstein und Lotte Ingrisch. Seit dem ersten Besuch einer Vorstellung des Wald4tler Hoftheaters gehört dies zum Pflichtprogramm im Sommer. Unsere Berichte lockten auch weitere Besucher aus dem Landkreis an, einmal trafen wir eine Gruppe Holzkirchner dort.

„Ich will Hoffnung geben“

Der Musiker Harald Gugenberger gründete das Theater in dem idyllischen Vierseithof vor 33 Jahren gemeinsam mit seiner Frau, der Schauspielerin Stella Hierländer und Reinhold Hartl-Gobl. Im Interview sagte er mir im Jahr 2009: „Kunst und Kultur kümmern sich viel zu viel um dekadente Befindlichkeiten, ich will Angebote machen, Hoffnung geben.“ Diese Philosophie gepaart mit Professionalität machten sein Theater zu einem Anziehungspunkt im nördlichen Waldviertel.

Er starb 2016 und sein Sohn Moritz Hierländer führt das Theater im Sinne des Vaters und in seiner eigenen jugendlichen Weise erfolgreich fort. Heute in Zeiten von Corona klingt Harald Gugenbergers Überzeugung wegweisend.

Die Weinprobe
Theaterleiter Moritz Hierländer. Foto: Johannes Bode

Wir sahen dort fantastische Produktionen, unter vielen anderen eine ganz andere Inszenierung von „Faust“, wir sahen im Freilichttheater „Killer Joe“, die rasante „Hallelujah-Die Bibelshow“ und wir durften Felix Mitterer erleben in Kafkas „Bericht an eine Akademie“.

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Natürlich kann eine virtuelle Aufführung das Flair des echten Theatererlebnisses nicht ersetzen, wenn in der Pause das Publikum mit einem Wein im Innenhof flaniert und dann Moritz Hierländer die Glocke schlägt. Aber es kann die Qualität der Inszenierung und der Schauspieler zeigen.

Abend in Pürbach

Und Lust machen, irgendwann bei einer Reise durch das Waldviertel auch einen Abend in Pürbach zu verbringen. Vielleicht treffen wir uns ja dort, wie damals die Holzkirchner Damen.

Die Weinprobe
„Die Weinprobe“. Foto: Reinhold Hartl-Gobl

Jetzt aber lädt das Hoftheater zum Saisonauftakt der virtuellen Art ein und stellt eine der beliebtesten Eigenproduktionen aus dem Spieljahr 2019, die Komödie „Die Weinprobe“ von Stefan Vögel, inszeniert von Hakon Hirzenberger, als Online-Vorstellung kostenfrei zur Verfügung.

Humorvolle Alltagswortwechsel

Dabei kann man eine Weinverkostung der besonderen Art genießen, wenn Melanie Herbe, Alexander Jagsch und Gerald Votava mit brillantem Wortwitz und humorvollen Alltagswortwechseln für beste Unterhaltung sorgen, bereichert durch die Musik von Moritz Hierländer.

Nico ist Weinkenner – mit Ambitionen: Für die Aufnahme in die prominente Weinbruderschaft muss er fünf französische Spitzenweine mitbringen, sie blind verkosten und auf Anhieb erkennen. Vier davon besitzt er schon.

Ein ungewöhnliches Angebot

Den fünften, den begehrten 90-er Petrus, hat sein bester Freund Roman in seinem Portfolio. Das weiß Nico. Und er weiß auch, dass Roman seit Jugendtagen für seine Frau Danielle schwärmt. Als die Weinprüfung näher rückt, macht Nico Roman ein ungewöhnliches Angebot …

In Stefan Vögels spritzig-süffiger Komödie werden edle Tropfen mit gepanschten Gefühlen bezahlt. Was sind wir bereit, im Tausch für ein wenig Zärtlichkeit zu geben? Was würden wir aufgeben, um unseren Lebensdurst zu stillen? Ist Liebe etwa doch käuflich?

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