200 Jahre Wittelsbacher am Tegernsee

Museum Tegernseer Tal

Museum Tegernseer Tal.

Den Wittelsbachern widmet das Museum Tegernseer Tal anlässlich ihrer 200 Jahre langen Geschichte am Tegernsee ein umfangreiches Programm. Die Sonderausstellung beginnt am 21. Mai, am 23. April gibt es bereits einen Vortrag von Kirchenhistoriker Roland Götz.

1817 begann für das Tegernseer Tal eine neue Epoche. Bayerns erster König, Max I. Joseph, erwarb die Gebäude des ehemaligen Benediktinerklosters Tegernsee und richtete hier seine Sommerresidenz ein. Das war der Anfang der bis heute währenden Geschichte der Wittelsbacher am Tegernsee, zugleich Startschuss für den Fremdenverkehr und Grundlage für den Ruf des Tals als einer der schönsten und „bayerischsten“ Landschaften Bayerns. Kaiser und Könige, Adelige und Diplomaten suchten den Tegernsee auf und machten ihn in ganz Europa bekannt.

Beliebtester Treffpunkt Oberbayerns

Die Anwesenheit des früheren bayerischen Königshauses prägt das Tegernseer Tal bis heute. Seine Spuren sind allenthalben sichtbar – von Gut Kaltenbrunn im Norden des Sees bis zur Königsalm südlich von Kreuth. Gerade die schönsten Plätze rund um den See sind mit den Wittelsbachern verbunden, und das Herzogliche Bräustüberl ist ohnehin einer der beliebtesten Treffpunkte Oberbayerns. Darüber hinaus spielten die Wittelsbacher eine wichtige Rolle bei der Erhaltung und Erneuerung von Tracht und Volksmusik.

200 Jahre Wittelsbacher am Tegernsee

Quaglio: Herzog Max am Pflüglhof. Foto: Museum Tegernseer Tal

Zum Jubiläum „200 Jahre Wittelsbacher am Tegernsee“ gibt es zusätzlich zum Wittelsbacher-Raum der Dauerausstellung die Sonderausstellung „Das Königliche Tal“. Sie umfasst neu erworbene Objekte, selten gezeigte Stücke aus dem Museumsfundus und vor allem zahlreiche Leihgaben aus privatem und öffentlichem Besitz. Herzog Max in Bayern stellte das eindrucksvolle Modell des Tegernseer Tals zur Verfügung, das König Max I. Joseph 1822 anfertigen ließ, um es im Schloss seinen Gästen zu zeigen. Erstmals zu sehen sind zwei Porträts von König Max I. Joseph und seiner Gemahlin Karoline, frühe Kopien von Werken des Hofmalers Joseph Stieler. In großen Reproduktionen werden Ansichten von Innenräumen des Schlosses gezeigt, deren Originale sich im Besitz der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten in Potsdam befinden. Eigens restauriert wurde die Nachbildung der bayerischen Königskrone, die einst bei Gedenkgottesdiensten für den König Verwendung fand. Pläne des Schlosses und seiner Umgebung, historische Fotografien, Schützenscheiben und Medaillen runden die Präsentation ab.

Kirchenhistoriker Dr. Roland Götz. Foto: KN

Die Sonderausstellung wird am Internationalen Museumstag, Sonntag, dem 21. Mai 2017, um 15 Uhr eröffnet. Am Sonntag, 23. April, informiert Roland Götz, Mitautor eines Buches zum Thema, in seinem Vortrag über die Familiengeschichte der Wittelsbacher und führt mit historischen Texten und Bildern zu den wichtigsten königlichen Stätten im Tegernseer Tal.

Der Vortrag beginnt um 19.30 Uhr im Museum Tegernseer Tal (Tegernsee, Seestraße 17/Ecke Bahnhofstraße). Um Voranmeldung wird gebeten (0174/9919998, Birgit Halmbacher).

Ebenfalls im Zeichen des Jubiläums „200 Jahre Wittelsbacher am Tegernsee“ steht die Veranstaltung, die das Museum Tegernseer Tal in seiner Reihe „Samstags um Elf“ am 6. Mai um 11 Uhr anbietet. Edmund Schimeta und Roland Götz berichten aus dem Tegernseer Schlossalltag im 19. Jahrhundert. Grundlage dafür sind mehrere Tagebücher und Erinnerungen, die im Museum und in Privatbesitz erhalten geblieben sind. Geschrieben wurden sie vom Tegernseer Bauern Kaspar Petzenbacher, dem Schlosshausmeister Joseph Lackner und der aus Hagrain stammenden Elise Winkler, die bei Herzog Karl Theodor in Bayern und Kronprinz Rupprecht in Dienst stand. Die Streiflichter zeigen, wie die „kleinen Leute“ die Wittelsbacher am Tegernsee erlebten, und lassen auch Details des adeligen Alltags erkennen. So bietet der Vortrag „… haben S.K.H. der Herr Prinz Carl ein Bad genommen“ einen ebenso aufschlussreichen wie amüsanten Einblick ins Tegernseer Leben vor gut 150 Jahren.

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