„zartbesaitete“ Musik zur Adventszeit

Trio Romantika "zartbesaitet"

Die erste CD von Trio Romantika trägt den Titel „zartbesaitet“. Foto: Trio Romantika

CD-Rezension

In diesem ungewöhnlichen Jahr finden leider viel zu wenige Kulturveranstaltungen statt. Wieso sich also nicht in der Adventszeit einfach einmal eine schöne CD einlegen und auf dem Sofa gemütlich die Seele baumeln und verzaubern lassen? Das Trio Romantika liefert dafür garantiert den richtigen, von Liebe geprägten Soundtrack.

„Das Trio Romantika fand sich 2013, als eine gemeinsame Freundin heiratete und sich eine stimmungsvolle Musik zum Gottesdienst wünschte. Aus einem Orchester kannten sich die drei Musikerinnen Christine Horter (Harfe), Larisa Bacher (Violine) und Ursula Bommer (Gesang) bereits. Schon bei der ersten Probe stellte sich heraus, dass sie sich sowohl persönlich als auch künstlerisch sehr gut ergänzten und verstanden.“ Auf ihrer ersten CD mit dem Titel „zartbesaitet“ haben sie ihre liebsten Stücke und Lieder aus den vergangenen Jahren zusammengestellt. Der rote Faden, der sich durch die komplette Produktion zieht, ist das Thema „Liebe“.

„zartbesaitet“

… der Titel spricht für sich – in zweierlei Hinsicht. Dass die Instrumente der Musikerinnen zartbesaitet sind, ist zu hundert Prozent richtig, denn Harfe und Violine gehören zu den Saiteninstrumenten und unter diesen wohl zu den empfindsamsten. Doch die drei Musikerinnen zeigen mit ihren wunderbaren Stimmen nicht nur zarte Seiten, sondern auch fordernde, kräftige oder melancholische. Sie zeigen die vielen Aspekte der Liebe auf.

Trio Romantika "zartbesaitet"
V.l. Uschi Bommer, Larisa Bacher und Christine Horter. Foto: Trio Romantika

Dabei sind ihre Stimmen selbst oft sehr unterschiedlich. Larisa Bacher macht mit „So liab hob i di“ von Andreas Gabalier oder dem Schweizer Hit „Ewige Liab“ eine kräftige Liebeserklärung und singt dann „so frisch und so echt“ den Jodler in „Wuids Wasser“. Die junge Großhartpenningerin ist vor allem in der Unterhaltungsbranche als Geigerin und Sängerin tätig, also bestens geeignet für die moderneren Lieder.

Zwischen Klassik und Modern

Ursula Bommer bringt mit ihrer klassischen Gesangsausbildung eine ganz andere Seite an den Tag, zum Beispiel mit Ludwig van Beethovens „Ich liebe dich“. Aber sie kann auch anders. Den Hit „Du lässt mich sein, so wie ich bin“ von Helene Fischer, die deutsche Version von Stings „Fields of Gold“ und Bette Middlers Hochzeitsklassiker „The Rose“ mit deutschem Text nach Michael Kunze interpretiert die Sängerin auf ihre ganz eigene Weise.

Trio Romantika "zartbesaitet"
Die Playlist ihrer ersten CD. Foto: Trio Romantika

Zwischendurch finden sich auf der CD immer wieder reine Instrumentalstücke, die Christine Horter und Larisa Bacher äußerst gefühlvoll darlegen. So plätschert der Klavier-Liebling „River flows in you“ von Yiruma fein und entspannend auf der Harfe dahin, während sanfte Geigentöne darunterliegen. Herbert Pixners „Vierteljahrhundert Dreiviertel“ bildet einen beschwingten, bayerischen Kontrast bis „Gabriels Oboe“ von Ennio Morricone sphärische Klänge ausbreitet. Schließlich aber stimmt die Titelmelodie des Weihnachtsmärchens „Drei Nüsse für Aschenbrödel“ auf die Adventszeit ein.

Lesetipp: Mut zur Romantik

Mit dem letzten Lied sprechen sich die Musikerinnen vermutlich aus der Seele. „Weil du die Liebe meines Lebens bist“ heißt es in dem Refrain von Philipp Poisels Liebesballade. Ob hier eine bestimmte Person angesprochen wird oder doch einfach die Musik selbst?

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