Tief empfundene Idylle

Der Chor TonArt Sauerlach-Holzkirchen unter Leitung von Christoph Garbe. Foto: KN

Konzert in Holzkirchen

Idylle als Programm

Unter der bewährten Leitung von Christoph Garbe begab sich der Chor a capella auf die Spuren traditioneller Chormusik und bekannter Volkslieder bis hin zur modernen „Alpen-Pop-Ballade“. „Der Mond ist aufgegangen“ (Matthias Claudius) intonierte zunächst der Chorleiter selbst, dann erst setzte der bestens vorbereitete Chor langsam und getragen ein.
Nach zarten Abend- und Wiegenliedern brachten die Sänger und Sängerinnen „Wach auf, meins Herzens Schöne“ (aus dem 16.Jahrhundert) mit akzentuiertem Wechsel von Lautstärke und Tempo zu Gehör.

Clownin Annette Schregle im Einsatz

Ab den nächsten Liedern, einem altfranzösischen Volkslied, „O Mädchen, o komm“ und „Herzallerliebstes Mädchen“ (Orlando di Lasso) untermalte Annette Schregle im Clownskostüm mit Diabolo oder jonglierend mit bunten Bällen pantomimisch und szenisch den glockenhellen Gesang des über 40-köpfigen gemischten Chors.
Fröhlich, kräftig, ausdruckstark begrüßte TonArt den Frühling „mit Sang und Schall“ (Hoffmann von Fallersleben) bevor es die bekannten Volkslieder zu Texten von Johann Wolfgang von Goethe, wie „Im Vorübergehen“, „Sah ein Knab ein Röslein stehn“ und „Wanderers Nachtlied“ eindrucksvoll darbot.

Nun war auch das Publikum gefragt. „Kein schöner Land“ (Text und Melodie von Anton Wilhelm von Zuccalmaglio) lud zum Mitsingen ein. Lob von Clownin Annette Schregle für unsere Künste!

Mauern überwinden und segeln ohne Wind

Weiter ging es mit „Wenn zwei sich gut sind, ist kein Graben zu breit, ist keine Mauer zu hoch, sie treffen sich doch“ (nach Klaus Groth) und einem wunderbar vorgetragenen „Ich weiß nicht, was soll es bedeuten“ (Heinrich Heine).
„Wer kann segeln ohne Wind?“ fragte der Chor auf schwedisch und deutsch.
Leid und Lust, Sehnsucht, Verlust und Schmerz drückten sich in den folgenden Klage- und Wiegenliedern aus. Beeindruckend waren die gute Textverständlichkeit und große Musikalität, gekonnte Variationen bei Tempo und Lautstärke sowie die präzisen Einsätze.

Und als Abschluss hörten wir eine moderne alpenländische Ballade von Lorenz Maierhofer „Übern See“. Da fühlten wir die Idylle am See und waren uns eins mit dem Text: „Er spiagelt für uns a Stück Himml auf Erdn. Und wir schaun uns in die Augn“ und klatschten begeistert.

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