Drei Stimmen – ein Sound

Minarik Trio

Minarik Trio. Foto: KN

CD-Neuerscheinung

„Das einzige was ich kann ist Musik machen“, sagt Markus Minarik. Und er macht Musik, faszinierende Kompositionen mit bewegenden Texten sind auf der soeben erschienenen CD „Planet Earth“ zu hören, der Beitrag seines Trios, damit sich etwas ändert.

Der Film „HOME“ von Yann Arthur-Bertrand war es, der Markus Minarik nicht mehr los ließ. Der Dokumentarfilm zeigt unseren Planten von oben, seine Schönheit und seine Verletzlichkeit, indem er auf die Umweltverschmutzung hinweist, das habe ihn berührt. Am Ende fragt der Sprecher: „Und welchen Beitrag willst du leisten, damit sich etwas ändert?“

Ihm liege die Natur als Abbild Gottes am Herzen und er begegne Mutter Erde mit tiefem Respekt. Das war der Ansatz seine neuen Kompositionen, die Markus Minarik mit seinem Trio einspielte. Der Titelsong ist eine Hymne, ein Lobgesang an „my love“. Er beginnt mit Gesang und damit dem Markenzeichen des Markus-Minarik-Trios.

Grooviger Sound

Seit sieben Jahren sind der Pianist Markus Minarik, Bassist Alex Meik und Schlagzeuger Rick Hollander als Jazztrio in der Szene bekannt. Einzigartig an ihrem Sound ist nicht nur die ausgefeilte Instrumentierung, der groovige Sound, sondern eben der Gesang, dreistimmig zum Teil, manchmal im Wechselgesang zwischen Leadsänger Minarik und seinen Mitstreitern.

Auffallend ist dabei insbesondere die Stimme Minariks, die sofort an Joe Cocker erinnert, dann aber wieder viel weicher und modulierfähiger ist als bei dem Rockstar. Vom Genre her ist die Musik des Trios sicher in erster Linie Jazz, aber es gibt durchaus rockige Balladen, auch nehmen die drei Musiker Titel von Bob Dylan oder Pink Floyd in ihrer ganz speziellen Melodik auf.

„In time, in time“

In „Planet Earth“ dominieren die Eigenkompositionen von Minarik. Mit „Wise modern man“ zeichnet der Komponist, Pianist und Sänger ein recht erschreckendes Bild. In einer immer wiederkehrenden Tonfolge klagt er an: „We don’t care“ und „to make money“. Im Mittelteil aber lässt er kraftvolle Akkorde ertönen, die zu einer Aufbruchsstimmung am Ende überleiten: „that you react in time, in time, in time.“

„Sailing away“ heißt eine wunderschöne Ballade, in der der Zuhörer weggetragen wird vom Wind und ankommen darf. Neben einem Pianosolo tritt auch Alex Meik am Bass als Solist virtuos hervor. Äußerst sensibel begleitet Rick Hollander am Schlagzeug das Geschehen.

Lesetipp: Was grandiose Musik ausmacht

Für den Zaunkönig

„Ich bin so stolz, dass ich auf diesem Planeten leben darf“, sagt Minarik. Und so hat er dem Zaunkönig, der ihn jeden Morgen in Seeham früh aufweckt, ein Lied geschrieben. „The Wren“ heißt es und ist jenen gewidmet, die das Licht lieben.

Auch die Vorgänger-CD „Wild heart“ ist vom besonderen Sound der drei Musiker geprägt. Auch hier dominiert der dreistimmige Gesang und die rauchige Stimme des Leadsängers, aber neben den Eigenkompositionen sind mehr als die Hälfte von anderen Komponisten inspiriert. So „Solsbury Hill“ von Peter Gabriel, sicher die erste Jazzversion des Rock-Klassikers oder „Body and Soul“ von John W. Green, den wohl jede Jazzband im Repertoire hat, vom Markus Minarik Trio aber seine eigene, so noch nie gehörte Version erhält.

Die CD ist bei amazon erhältlich, das nächste Konzert des Markus-Minarik-Trios findet am 12. Dezember 2015 bei den Münchner Jazztagen im Gasteig statt.

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