Virtuosität beim Internationalen Harfenkonzert

Starker Auftritt mit zarten Saiten! Im ausverkauften Waitzinger Keller Saal in Miesbach erleben die begeisterten Zuhörer am Gründonnerstag vertraute klassische und alpenländische, frische irische sowie höchst ungewohnte moderne und orientalische Klänge.

Die Freude der Künstler am gemeinsamen Musizieren und die hohe künstlerische Qualität begeistern die Zuhörer von Anfang an. Locker und kenntnisreich moderiert Uschi Laar, Initiatorin des Internationalen Harfenfestivals 2012, den Konzertabend.

Lilo Kraus, erste Soloharfenistin der Nürnberger Philharmoniker, führt mit dem Präludium in C-Dur von J. S. Bach behutsam in vertraute klassische Gefilde ein. Die „Arabesque“ von Claude Debussy mit ihren ineinander laufenden, wunderbar perlenden, fast sphärischen Läufen zeigt deutlich, warum die Harfe nach einem längeren Schattendasein als Instrument im Impressionismus eine große Renaissance erlebte.

Nach der prächtigen Konzertharfe spielt Janet Harbison, die als Soloharfenistin, Leiterin des Irish Harp Orchestras und als Musikhistorikerin tätig ist, die viel kleinere irische Harfe. Bei ihren teils selbst komponierten Stücken wechseln sich kraftvolle aber auch zarte innige Klänge mit kargen, spartanisch und fast archaisch wirkenden Tonfolgen ab und laufen fast übergangslos in tänzerische Melodien über.

Die Österreicherin Monika Stadler lässt jazzige Facetten der Harfe erklingen. Sie ist eine der bedeutendsten Harfenistinnen Europas. Mit ihren Eigenkompositionen „Dance oft he sandpiper“ „zeichnet“ sie mit zarten filigranen Tönen, schlichten kleinen Melodien und ihrer kristallklaren leichten Sopranstimme ein Bild des kleinen Vogels und begeistert in „Snowflakes silently in my imaginary garden“ mit magischen lautmalerischen Klängen.

Das Uschi Laar Quartett in der Besetzung Harfe (Uschi Laar), Saxophon und Nadaswaram (Roland Schäffer), Kontrabass (Dino Contenti) und Percussion (Gigi Biolcati) erzeugt mit großem Einfühlungsvermögen, mit Präsenz, Sensibilität und Virtuosität wunderbare orientalische Klangbilder. Bezaubernd ist der Dialog zwischen dem indischen Blasinstrument Nadaswaram und dem gefühlvollen Schlagzeug, der die Zuhörer in eine ganz andere Welt entführt. Illusion perfekt. Diese Stimmung wird fortgesetzt mit den Eigenkompositionen „Arabica“ und „Fata Morgana“.

Mal schräg, mal fröhlich orientalisch, es ist eine Freude, den Musikern zuzuhören! Langer und dankbarer Applaus beschließt einen anregenden, aufregenden, qualitativ hochwertigen und gleichzeitig harmonischen Abend.

 

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