Fantasy aus dem Oberland

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Fantasyroman „Der Prinz unter dem Meer“. Foto: Ironika Shutterstock/ Buchcoverdesign Sarah Buhr

Buchtipp von KulturVision

Anfang des Jahres erschien der Unterwasser-Fantasy-Roman „Der Prinz unter dem Meer“ von Karin S. Heigl. In einem persönlichem Interview erzählt sie unter anderem von ihrer Kindheit, wie der Weg zur Veröffentlichung bei ihrem ersten Buch war und wie man zeitlich alles unter einen Hut bringt.

Begonnen hat alles mit einem Traum, einem sehr seltsamen Traum.

Jetzt, viele Nächte später, ist der Debüt-Roman „Der Prinz unter dem Meer“ von Karin S. Heigl erschienen, ein 468 Seiten umfassendes, fantastisches Unterwassermärchen für Erwachsene. Es erzählt von zwei verfeindeten Reichen, deren Thronerben Kaiphas und Simonea sich entgegen aller Regeln ineinander verlieben. Als Folge wird Prinz Kaiphas unter das Meer verbannt und auf dem Weg einander wiederzufinden passieren jede Menge Abenteuer.

Liebe Zu Fantasy

Bereits im Vorschulalter entdeckte Karin S. Heigl ihre Liebe zu Fantasy, sie zeichnete damals Frauenkleider und Schwerter nach und studierte die Bilder aus Prinz-Eisenherz-Büchern. Mit zwölf Jahren folgte dann die erste Geschichte – über ein Kuscheltier. Später trat sie einer Schreibgruppe bei und schrieb auch Gedichte. Auf die Frage, wie sie überhaupt auf das Schreiben kam, antwortet Karin S. Heigl: „Schreiben war eigentlich immer der erste Ausdruck von mir. So wie manche tanzen, oder Sport machen, war es bei mir eben das Schreiben. Schon in der Kindheit habe ich Tagebücher und lange Briefe geschrieben.“

Aufgewachsen ist sie im Landkreis Miesbach, in der Kreisstadt. Doch nicht nur in Miesbach fühlt die 38-Jährige sich heimisch, auch in Island fühlt sie sich sehr verwurzelt. Ihr gefalle einfach die isländische Mentalität, die hier auf dem Land sehr ähnlich sei. Auch der Zusammenhalt sei anders als in einer Großstadt. Das Interesse zu dem Land Island käme von innen heraus.

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Die 38-Jährige Autorin Karin S. Heigl, Foto: Andrea Kleeberger

Karin S. Heigl hat nicht nur ihr erstes Buch veröffentlicht, sondern auf ihrer Website ist auch schon ein eigener Blog zu finden. Darauf publiziert sie unter anderem alle ein bis zwei Monate Interviews mit Autoren und Autorinnen oder Neuigkeiten zu ihrem Buch. Ihr Ziel mit dem Blog sei es, Menschen, die sich für Literatur interessieren, zu erreichen und beispielsweise zu erklären, wie sie mit dem Schreiben anfangen können und auch zu zeigen, welche Berufe es in der Buchbranche gibt oder auf welchen Wegen man ein Buch veröffentlichen kann. Auch ein Newsletter mit Neuigkeiten wird immer wieder an die Abonnenten geschickt mit positivem Feedback und Rückmeldungen.

Auf die Frage, wie sie alle Sachen unter einen Hut bringe und sich ihre Zeit gut einteile, merkt Karin S. Heigl an: „Der Prinz unter dem Meer war mein Debüt-Roman, ich muss deswegen einfach sehr viel Werbung machen, deshalb komme ich auch manchmal gar nicht mehr zum eigentlichen Schreiben.“

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Karin S. Heigl zusammen mit ihrem Debüt-Roman Foto: Karin S. Heigl

Sie betont, dass es wichtig sei, sich einen festen Termin zum Schreiben einzuplanen und drumherum die anderen Termine zu legen. Auch eine To-Do-Liste mit einem festen Zeitrahmen sei sehr hilfreich. So arbeitet die Autorin beispielsweise Montag bis Donnerstag als Sprachlehrerin für Deutsch und Isländisch als Fremdsprache, freitags nimmt sie sich hingegen fürs Schreiben frei.

Gerade arbeitet die 38-Jährige am Folgeband des Romans „Der Prinz unter dem Meer“, der vielleicht schon im Dezember 2021 erscheint. Außerdem schreibt sie gerade an einem neuen Urban-Fantasy-Buch, das in Island spielt. „Beruflich plane ich das bis zum Ruhestand zu machen, es war schon seit dem Studium mein Traum, die Hälfte der Zeit zu schreiben und die andere Hälfte zu unterrichten.“

Tipps für Schreibanfänger

Als letztes gibt sie Menschen, die vielleicht auch gerade anfangen zu schreiben, noch einen Tipp. Autoren, die gerne schreiben, müssten sich immer vor Augen führen, wieso sie es machten: Für sich selbst, als Hobby oder professionell, zudem sollten sie sich überlegen, ob sie eher ein freier oder planender Typ seien. Außerdem meinte Karin S. Heigl, gebe es immer jemanden, der dein Werk kritisieren werde, vor allem Beginner sollten sich davon nicht verwirren lassen. Stattdessen solle die Person das machen, was ihr gefalle. „Jeder sollte sich erst dann Kritik einholen, wenn er selber von seinem Text überzeugt ist, sonst lässt er sich zu leicht von Meinungen anderer verunsichern.“

Lesetipp: Drachen sind auch nur Menschen

Karin S. Heigl „Der Prinz unter dem Meer“ tredition 2021.

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