Das Leben annehmen
Neuerscheinungen
„Wir wollen Mut machen, die richtige Einstellung zum Leben zu finden“, sagt Marion Luserke, „nicht auf Tauchstation gehen, nicht die Verantwortung abgeben, sondern das Leben annehmen.“ Dieses Buch solle auch der jungen Generation zeigen, dass ihre Eltern und Großeltern einiges mitgemacht haben und sie ermutigen, Fragen zu stellen, fügt Sopi von Sopronyi hinzu, „bevor es zu spät ist.“ Denn üblicherweise lebe man nebeneinander her, ohne tiefgründig miteinander zu reden.
Für ihr Buch haben die beiden Gmunderinnen eineinhalb Jahre Interviews geführt. 14 vorbereitete Fragen stellten sie ihren Gesprächspartnern und zeichneten die Antworten auf. Die niedergeschriebenen Texte ließen sie dann autorisieren. Die meisten der Interviewten wurden auch von Sopi von Sopronyi fotografiert. Die Schwarz-Weiß-Fotos sind eine stimmige Ergänzung zu den Texten.
Ein unbeachtetes Thema bewusst machen
In seinem Vorwort betont der Maler Bernhard Kühlewein, dass diese Gespräche jenseits medizinischer Gesichtspunkte sehr hilfreich seien, ein lange unbeachtetes Thema bewusst zu machen. Er wünsche sich, dass das Werk den richtigen Weg zum Herzen und Verstand finde.
Die beiden Autorinnen fragen ihrerseits, was Homer, Gandhi, Mutter Teresa und andere gemeinsam haben? „Sie haben ein hohes Alter in geistiger Gesundheit erreicht. Sie waren Säulen der Gesellschaft. Sie haben uns immens bereichert.“ Und die 14 im Buch vorgestellten Menschen, auch nicht mehr jung, meistern ihrerseits ihr Leben in geistiger Frische und lassen andere daran teilhaben. „Sie gewährten uns einen tiefen Einblick in ihr Leben in Stunden, in denen wir zusammen geweint und gelacht haben.“
Bedeutung der Füße
Parallel zu dem Buch „Null Demenz“ gaben die beiden Gmunderinnen das Buch „Fußgeschichten“ heraus. „Es ist unser Versprechen an meine verstorbene Schwester Katalin, dass ihre Bilder nicht in die Schublade wandern“, erklärt Sopi von Sopronyi. In diesem Buch sind die beiden Schwestern in ihrem Werk vereinigt. Beide fotografierten Füße. In Nepal, in Indien, in Afrika. Erwachsene Füße, Kinderfüße, auch Füße von Elefanten und Eseln.
In ihrem Vorwort schreibt die Tanzpädagogin Germaine Acogny, welch wichtige Bedeutung die Füße für den Menschen haben. Auf ihnen hat er sein Leben durch zu stehen, auf ihnen hat er seinen Lebensweg zu gehen. So sind die beiden Bücher symbolisch eine Einheit. Beide können bei den Verfasserinnen bestellt werden.
Kontakt: vonsopi@t-online.de