Annegret Bürger in Bayrischzell

Aus dem inneren Eindruck heraus malt Annegret Bürger ihre Landschaftsbilder. In der Erinnerung mischen sich zuweilen die Motive, immer aber entstehen positive, das Leben bejahende Bilder. Sie sind in der Bayrischzeller Rathausgalerie zu sehen.

Hierher hat es die junge Designerin verschlagen, die aus dem sächsischen Freital bei Dresden stammt und an der Hallenser Burg Giebichenstein Industriedesign studierte. Die technische Seite legte sie sehr bald ab, denn von Kindheit an galt ihre Liebe dem Gestalterischen. Schon mit 12 Jahren wollte Annegret Bürger Illustratorin werden und bewarb sich an der renommierten Leipziger Hochschule für Buchkunst, wurde aber wegen ihres Alters abgelehnt.
Nach dem Studium in Halle arbeitete sie jahrelang in der Werbung als Designerin und Grafikerin, zuletzt in München.

Durch einen Aufenthalt im Tannerhof lernte sie 2004 Bayrischzell und ihren jetzigen Partner kennen, brauchte aber noch sechs Jahre, bevor sie sich endgültig entschloss, nach Bayrischzell zu ziehen. Bereut hat sie es nicht. „Im letzten halben Jahr hier ist bei mir mehr passiert als in zehn Jahren in München“, erzählt sie bei einem Rundgang durch das Rathaus. Obwohl sie noch immer zwei Tage in München arbeite, stecke sie jetzt ihre ganze Kraft und ihr Herzblut in die Malerei. Und merke erst jetzt, was sie in den Jahren vorher unterdrückt habe. Auch der Kontakt zu den einheimischen Künstlern, zu Tutti und Klaus Gogolin und zu Nele von Mengershausen sowie das Leben in der Natur gebe ihr Freiheit und Inspiration gleichermaßen.

Annegret Bürgers Bilder spiegeln die Verbundenheit mit der Natur, sie malt Wasser und Dünen, Berge und immer wieder ganz groß und luftig den Himmel. Sie malt einen Baum im Sommerregen im Gegenlicht und denselben Baum noch einmal, jetzt aber von unten, in den Himmel hineinschauend. Bei diesen zwei Bildern erinnert ihre Technik an die Pointillisten des Impressionismus.

Wenn der Betrachter seine eigene Erlebniswelt in ihren Bildern wieder erkennt, ist die Malerin besonders froh, und so macht es ihr nichts aus, wenn einer in der Dünenlandschaft eine Berglandschaft für sich entdeckt.
Wie sie sich als Sächsin in Bayrischzell fühle? „Wenn ich aus dem Fenster schaue und die Berghänge sehe, dann ist das wie in Freital,“ lächelt sie, heimelig fühle sie sich also.
Die Ausstellung ist noch bis zum 30. März im Bayrischzeller Rathaus zu sehen.

Monika Gierth Bildnummer: 1328338211

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