Chinesen stehen auf TOBELS Spiralen

TOBEL in Xi'an vor dem Musem für zeitgenössische Kunst

TOBEL in Xi’an vor dem Musem für zeitgenössische Kunst. Foto: KN

Bildhauersymposium in China

„Eternity“ – Ewigkeit heißt die Skulptur von TOBEL, die an einem prominenten Platz aufgestellt ist: gegenüber des Eingangs des neuen Museums für zeitgenössische Kunst in Xi’an und nur wenige Kilometer entfernt von der weltberühmten Terrakotta-Armee.

Der Valleyer Bildhauer TOBEL hat eine große Anhängerschar in Fernost, immer wieder wird er eingeladen, seine typischen Granitskulpturen, in die er unterschiedliche Spiralen hinein fräst, zu präsentieren. Jetzt lud man ihn ein zum ersten Internationalen Bildhauersymposium nach Xi’an ein, eine Stadt mit sieben Millionen Einwohnern, etwa 1000 Kilometer südwestlich von Peking Richtung Tibet gelegen.

Am Symposium nahmen, so erzählt TOBEL, Bildhauer aus Russland, Georgien, Weißrußland, Bulgarien, Italien und China teil. Er war als einziger deutscher Künstler dabei. Die Einladung habe auf der Eröffnung des neuen Museums für zeitgenössische Kunst basiert. Die Einweihung habe man zusammen gelegt mit der Präsentation der Arbeiten der Künstler, die sie in China während des Symposiums fertigten.

Granitskulptur "Eternity" mit TOBEL

Granitskulptur „Eternity“ mit TOBEL. Foto: KN

Mühsam sei es gewesen, berichtet TOBEL, denn er habe ganz allein und ohne Assistenten arbeiten müssen, „völlig unüblich für China“. Im neuen Museum könne man im Erdgeschoss traditionelle chinesische Kunst, in der Mitte Tuschezeichnungen und im Obergeschoss zeitgenössische Skulpturen sehen. Jeder der am Symposium beteiligten Künstler habe bis zu fünf Arbeiten mitbringen können.

„Aus Gewichtsgründen habe ich nur eine Holzarbeit mitgenommen“, sagt TOBEL. Die Steinskulptur aber, die er während des Symposiums fertigte, steht gegenüber vom Eingang. Der Titel, so erklärt der Bildhauer, stelle den Kontext zur Historie Chinas her, denn die chinesischen Kaiser hätten sich durch die Kunst unsterblich machen wollen. In alten Zeiten sei China ein Paradies für Bildhauer gewesen, denn jeder Mächtige habe sich durch eine Skulptur verewigen lassen wollen.

In der Nähe der Terrakotta-Armee

Berühmtestes Zeugnis dafür ist die Terrakotta-Armee, die nur 30 Kilometer entfernt zu bewundern ist. „Vor 25 Jahren war ich mit meiner Frau hier noch allein, aber heute kommen jährlich Millionen von Besuchern“, erzählt TOBEL. Man schlachte die Zeugnisse alter Kultur touristisch gehörig aus.

Unglaublich viel gebe es zu sehen und viel sei noch gar nicht ausgegraben. Während seines Aufenthaltes wurden die internationalen Gäste mehrfach durch die Gegend gefahren. Den spannenden und unterhaltsamen Reisebericht kann man auf der homepage nachlesen.

Skulpturenlichtung in Valley

Inzwischen ist der Künstler schon wieder in Taiwan, wo er sechs Wochen lang an zwei Projekten arbeitet, zu denen er eingeladen ist. „Die Chinesen stehen auf meine Spiralen“, verrät er.

Im Landkreis Miesbach wird indes das 5. Internationale Bildhauer-Symposium vom 2. bis 15. Juli 2017 vorbereitet, zu dem TOBEL und Christiane Ahlhelm von Kunstdünger e.V. wieder Gäste einladen. Die Werke der vergangenen in Deutschland einmaligen Bildhauersymposien sind auf der Skulpturenlichtung am Mangfallufer zu sehen. Ab Hohendilching/Valley ist der Weg ausgeschildert.

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