Sepp Mohrs Tegernseer Sagen

Tegernseer Sagen

Sepp Mohr: „Die wilde Jagd“.

Musikalische Lesung in Tegernsee

In der Winterveranstaltungsreihe „Samstags um 11“ gibt es am 2. Dezember im Museum Tegernseer Tal eine Erinnerung an den unvergessenen Lehrer und Künstler Sepp Mohr. Seine Tochter Eva Knevels hat das Buch „Tegernseer Sagen“ neu auflegen lassen, aus dem Martin Unterrainer lesen wird.

Anlässlich der Neuauflage des begehrten Buches beim Volk Verlag München im vergangenen Jahr las während der Tegernseer Woche Martin Unterrainer bereits Passagen aus der Sammlung vor, die Sepp Mohr zusammengestellt, nacherzählt und mit Holzschnitten illustriert hat. Jetzt erinnert er noch einmal im Museum Tegernseer Tal an den beliebten Lehrer, der über sein Unterrichtsfach Kunstpädagogik hinaus Schüler für Kultur, Geschichte und Kunst des Tegernseer Tales begeistern konnte.

Tegernseer Sagen
Martin Unterrainer. Foto: KN

Hans-Herbert Perlinger, ehemaliger Direktor des Gymnasiums Tegernsee sagt: „Viele Schüler des Gymnasiums Tegernsee und viele ältere Tegernseer Bürger erinnern sich gerne mit großer Hochachtung zurück an den verschmitzten Lehrer und Künstler Sepp Mohr. Er konnte erzählen wie Luis Trenker, er konnte in unnachahmlicher Art die Vergangenheit seiner Heimat in Geschichten lebendig werden lassen.“ Und er habe die ihm am Herzen liegenden Tegernseer Sagen in ausdrucksstarke Holzschnitte umgesetzt.

Seine Tochter Eva Knevels macht dazu deutlich: „Besonders in den Holzschnitten wird deutlich, wie intensiv, mit welcher Liebe und mit welchem Verständnis sich Sepp Mohr mit bäuerlichem Brauchtum, mit Kultur und Geschichte des Tegernseer Tals auseinandergesetzt hat.“ Sehr anschaulich, auch humorvoll und drastisch zeigten die Holzschnitte Motive aus der Region, ihren Bräuchen und ihrer Geschichte.

Tegernseer Sagen

So ist das Buch eine wertvolle Sammlung von Sagen und Illustrationen von Sepp Mohr, der, 1899 geboren, heuer seinen 118. Geburtstag hätte. Franz Josef Pütz schreibt in seinem Geleitwort zur Neuauflage: „Mit ihrer uralten Tradition sind Sagen und Legenden, die spannenden Aufschluss über die früheren Menschen, ihren Glauben und ihr Weltverständnis geben, damals wie heute sehr gefragt.“

Beginnend mit der Sage von der Klostergründung in Tegernsee, sind in dem schön gestalteten Buch eine Vielzahl von Sagen enthalten. Der Leser erfährt, wie die Ringsee-Insel und das Riederstein-Kirchlein entstanden und lernt die Durlhexe von Gmund kennen.


Sepp Mohr: „Das Rockendirndl vom Tegernsee“.

In den Rauhnächten sauste die Wilde Jagd, bestehend aus mancherlei Tier- und Spukgestalten über das Tal und bedrängte die Wanderer. In seinem Holzschnitt zeigt Sepp Mohr, wie man sich helfen konnte, indem man Hände und Füße über Kreuz legte.

Der auch heute noch amtierende und begehrte Überführer, der Menschen von der Point an der schmalsten Stelle des Sees hinüberrudert in die Egerner Bucht ist der Held einer anderen Sage. An einem Gewitterabend rudert er die Wallberghexe, die ihn zur Befreiung des Rockendirndl an den Grund des Sees führt. Dort muss er einige Abenteuer bestehen, gegen ein greuliches Untier kämpfen und bekommt natürlich das schöne Dirndl zur Frau.

Tegernseer Sagen
Das Tegernseer Trio Höss-Halmbacher. Foto: KN

Zur Lesung wird Eva Knevels nicht nur Sepp Mohrs unvergleichliche Holzschnitt-Illustrationen zeigen, sondern auch vor Ort vorführen, wie solche Holzschnitte Schritt für Schritt entstehen. Untermalen wird diese den Tegernseer G’schichten gewidmeten Vormittag das bekannte Tegernseer Trio Höß-Halmbacher, bestehend aus Lenz und Franz Höss, sowie Franz Halmbacher.

Tegernseer Sagen, nacherzählt und mit Holzschnitten versehen von Sepp Mohr, Volk Verlag München, 2016.

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