Kulturvision mit ehrgeizigen Plänen für das Neue Jahr

Das „alte“ Zeitungsteam von Kulturvision verabschiedet sich. Petra Kurbjuhn, Monika Ziegler, Isabella Krobisch, Rosi Griemert, Regina Biber (v.l.). Aber das neue ist in der Spur. Foto: Petra Kurbjuhn

Zum Jahreswechsel möchten wir in eigener Sache sprechen. Wissen Sie was Kulturvision ist? Wer steht hinter dem Portal? Was treibt diese Menschen an, sich ehrenamtlich zu engagieren? Davon möchte ich erzählen und Ihnen einen guten Start für ein kulturreiches Jahr 2017 wünschen.

Im Winter 2003 trafen sich zufällig auf der Straße in Warngau drei Frauen, sie beschlossen einen Tee zusammen zu trinken und begannen Visionen zu entwickeln, Isabella Krobisch, Petra Kurbjuhn und ich. Am Ende einer großen Kanne Tee stand fest: Wir produzieren eine eigene Kulturzeitung für den Landkreis Miesbach.

Vorausgegangen war bereits im Vorjahr ein erfolgreiches gemeinsames Projekt. Im Rahmen der Oberbayerischen Kulturtage in Miesbach hatten wir Offene Ateliertage organisiert und dazu einen Katalog erstellt. Wir konnten also miteinander gut und effektiv arbeiten, hatten viele Ideen und so gründeten wir 2004 den Verein Kulturvision zur Förderung und Vernetzung der Kultur im Landkreis Miesbach.

Kulturvision und Kulturbegegnungen

Dessen Hauptinstrument ist seit 2004 die halbjährlich erscheinende Zeitung KulturBegegnungen, in der ein engagiertes Zeitungsteam das reiche kulturelle Potenzial der Region vorstellt. Die Zeitung erfreut sich wachsender Beliebtheit, ist aber auch immer mit Bauchschmerzen verbunden, denn wir müssen sie komplett aus eigener Kraft über Anzeigen finanzieren. Das ist bis heute nicht einfach.

2012 entschied sich der Verein, zusätzlich zur Printausgabe ein Onlinemagazin herauszugeben. Jetzt konnten wir auch über aktuelle Kulturveranstaltungen berichten. Von Anfang an war es unser Anspruch, jeden Morgen um 8 Uhr einen Text einzustellen, sehr oft ein Bericht einer Veranstaltung vom Vorabend, das bedeutet nachts schreiben oder sehr früh aufstehen! Nicht zu vergessen, diese Arbeit wird von unserem Autorenteam bislang ehrenamtlich geleistet.

Monika Ziegler, Alexander Harlander, Petra Kurbjuhn (v.l.). Foto: KN

Im März diesen Jahres konnten wir unser Image gehörig aufpolieren. Alexander Harlander vom Kultur im Oberbräu Holzkirchen verhalf unserem Internetauftritt zu einem neues Erscheinungsbild, mit dem die Seite nicht nur schöner aussieht, sondern das uns auch viel mehr Möglichkeiten bietet. So der umfangreiche Kulturkalender, den Petra Kurbjuhn betreut.

Schreibseminare bei Kulturvision

Zusätzlich zu unserer journalistischen Arbeit, die das kulturelle Leben der Region würdigt, gingen uns die Ideen für weitere Projekte nicht aus. Kulturvision organisierte ab 2007 etwa viermal jährlich Schreibseminare zu unterschiedlichen Themen, inzwischen sind es 26 verschiedene Angebote geworden, zum Teil auch mehrtägig.

Wir installierten im gleichen Jahr die Reithamer Gespräche, eine Podiumsdiskussion zu einem Zeitthema, bei der uns der Zither-Manä zehn Jahre lang begleitete und die sich wachsender Beliebtheit erfreuten, so dass wir bald das zu klein gewordene Reithamer Weiherhäusl verlassen und in den Altwirtsaal in Warngau umziehen mussten.

Unser Anliegen war es immer, die Kultur als identitätsstiftendes Moment in der Provinz herauszustellen, die Bedeutung der Kultur für Tourismus, Wirtschaft und Politik zu betonen. Dabei profitieren wir von den Erfahrungen unserer Kooperationspartner in Sachsen und Sachsen-Anhalt und dem niederösterreichischen Waldviertel. Wir organisierten gemeinsam Ausstellungen und gestalteten Thementage.

Kulturvision organisierte den Thementag "Liebe" mit Oscarpreisträger Michael Haneke in der Kulturbrücke Fratres

Kulturvision organisierte den Thementag „Liebe“ mit Oscarpreisträger Michael Haneke in der Kulturbrücke Fratres. Foto: Peter Coreth

Wer ist wir? Das ist bis vor einem Jahr das Gründungstrio Isabella Krobisch, Petra Kurbjuhn, Monika Ziegler, erweitert im Zeitungsteam durch Rosi Griemert und Regina Biber.

Dass Kulturvision auch ein soziales Anliegen hat, bewiesen wir mit der Gründung der Spurwechselinitiative im Jahr 2012. Eigentlich sollte das Projekt nur Menschen Mut machen, ihren Weg zu einem gelingenden Leben zu finden, in dem wir auf der Website www.spur-wechseln-com, die uns BR-Moderator Stefan Scheider schenkte, erfolgreiche Spurwechsler vorstellten.

Stefan Scheider erläutert die neue Website

Stefan Scheider erläutert die neue Website. Foto: Isabella Krobisch

Dann aber kamen Menschen, die auf ihrem Weg Unterstützung suchten und so erweiterten wir unsere Initiative durch Seminare, Coaching, Stammtisch, Draxlhamer Salon und Schreibwerkstatt und wurden zu einer eingeschworenen Gemeinschaft, die sich bei der Akademie für Potenzialentfaltung von Professor Gerald Hüther und in dem Mutmachbuch von Miseror präsentieren darf. Immer mehr wurde es uns ein Anliegen, nicht nur nach neuen Berufszweigen Ausschau zu halten, sondern an unserer inneren Haltung, an einem inneren Wachstum zu arbeiten.

Spurwechsel und Anders Wachsen

Und nicht nur das. Auch ein gesellschaftlicher Spurwechsel ist dringend erforderlich. Aus einem Vortrag zum Thema Degrowth im Draxlhamer Salon von Nina Treu entstand das Projekt „Anders Wachsen – Alternativen für das Oberland“. Auftaktveranstaltung war eine erfolgreiche Konferenz am 22. April diesen Jahres im Waitzinger Keller. Daraus entwickelte sich in Kooperation mit dem Katholischen Kreisbildungswerk und Kultur im Oberbräu Holzkirchen eine 24 Einzelveranstaltungen umfassende Reihe, die in einem großen Kulturspektakel im Sommer 2017 im Kultur im Oberbräu endet. Aber nur vorerst, denn wir wollen das Thema unbedingt weiter verfolgen.

Monika Ziegler von Kulturvision , Wolfgang Foit und Ingrid Huber präsentieren das Programm "Anders wachsen"

Monika Ziegler, Wolfgang Foit und Ingrid Huber präsentieren das Programm „Anders wachsen“. Foto: KN

Damit also sind wir schon bei den Plänen für 2017. Vorher aber mussten wir uns schweren Herzens von unserer Vereinsvorsitzenden Isabella Krobisch trennen, die die Leitung des Waitzinger Kellers übernahm. Im Oktober erhielt Kulturvision einen neuen Vorstand. Und ein neues Zeitungsteam mit Ines Wagner, Rebecca Köhl, Katja Klee, Rolf Brandthaus, Petra Kurbjuhn und mir gab im November die 26. Ausgabe der KulturBegegnungen heraus. Das Onlineportal betreuen Ines Wagner und ich in erster Linie, wir werden unterstützt von Monika Heppt, Anja Gild, Reinhold Schmid, Ruth Alexander und weiteren Autoren. Was uns antreibt? Die Freude an der Kultur. Die Neugier, immer wieder Neues zu entdecken. Die inspirierende Begegnung mit gleichgesinnten Menschen. Das bereichert unser Leben.

Der neue Vorstand Kulturvision Rebecca Köhl, Rolf Brandthaus, Ines wagner, Katja Klee (v.l.).

Der neue Vorstand Kulturvision: Rebecca Köhl, Rolf Brandthaus, Ines wagner, Katja Klee (v.l.). Foto: Petra Kurbjuhn

Inzwischen hat sich das hoch motivierte neue Team um Rolf Brandthaus formiert und wartet mit ehrgeizigen Plänen für das Neue Jahr auf. An diesen können sich Sie sich, liebe Leserinnen und Leser beteiligen. Wir wollen ein Kulturforum auf dieser Seite einrichten, auf der sich Kulturschaffende und Veranstalter präsentieren können. Es soll ein großes kulturelles Netzwerk geschaffen werden, von dem alle, die sich der Kultur verschrieben haben, profitieren können, die großen Kulturhäuser ebenso wie die Galerie, der einzelne freischaffende Künstler ebenso wie der große Chor. Die Vorteile für Sie finden Sie hier.

Machen Sie mit, melden Sie sich bei uns, wir stehen in den Startlöchern und freuen uns darauf, dass Kulturvision noch mehr als bisher für die Förderung und Vernetzung der Kultur im Landkreis Miesbach steht. Hier finden Sie die Vorteile für das neue Netzwerk: Kulturvision_Ziele_Vorteile_2017
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KulturVision wurde im Juli 2004 mit dem Ziel gegründet, das reiche kulturelle Leben im Landkreis Miesbach darzustellen, zu vernetzen und außergewöhnliche Kulturbegegnungen zu ermöglichen. Mit unseren Magazinen liefern wir aktuelle Kultur-Themen aus dem Landkreis. Zudem haben wir einige Projekte ins Leben gerufen – und haben noch einiges mehr vor!

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