Farbgewaltige Gemälde leuchtender weiblicher Vorbilder

Sabina Bockemühl: You found me when no one else was looking. Foto: KN

Ausstellung in Rottach-Egern und Bonn

Es ist ein lebendiger Kontrast. Rechts in den Fenstern die stillen Bilder von Andreas Feil und links expressive Farben und große Kuhköpfe. Ursula Hyna freut sich über den Neuzugang in ihrer Galerie und zeigt mir im Inneren noch mehr Kuhporträts von Sabina Bockemühl. Und auch ein Schaf, das bald Gesellschaft eines zweiten bekommen wird.

In einem Interview sagte Sabina Bockemühl einmal, dass sie Kühe wegen ihrer schönen Augen so möge und dass die Gesichter Geschichten erzählen. Sie betont, dass sie ausschließlich Kühe mit Hörnern male. Damit geht sie mit der Bewegung konform, Kühen ihrer Identität zu lassen.

Superwomen

Die Identität ist es auch, die aus ihren Frauenporträts spricht. Für die Ausstellung „Work & Women – Pionierinnen und Meilensteine der Frauenarbeit – Superwomen“ vom 17. April bis 30. Oktober im Bonner Frauenmuseum hat sie berühmte Frauen porträtiert. Auffallend ist auch hier die starke Farbigkeit. Aber nicht nur das. Der Betrachter kann unmittelbar die Person ausmachen, die Identität erraten, ohne dass die Künstlerin fotorealistisch arbeitet.

Sie hat jeweils das Charakteristische der Frauen entdeckt und auf der Leinwand umgesetzt. Da findet sich eine selbstbewusste, kämpferische Alice Schwarzer ebenso wie eine kühle, zurückhaltende Maria Furtwängler. Hannelore Elsner schaut dem Betrachter direkt ins Gesicht, das Porträt strahlt Ruhe, Tiefgründigkeit und Fraulichkeit aus.

Das Bonner Frauenmuseum schreibt zur Ausstellung „Work & Women – Pionierinnen und Meilensteine der Frauenarbeit – Superwomen“ folgendes:

Im Mittelpunkt des Kunstteils der Ausstellung stehen die Superwomen aus aller Welt. Sie verkörpern Mut, Durchsetzungskraft und Erfolg. Leuchtende Vorbilder sind neben guter Ausbildung die Voraussetzung dafür, dass Frauen einflussreiche Positionen besetzten, ihre Kompetenzen einbringen und die Arbeitswelt mit gestalten. Zeitgenössische deutsche und internationale Künstlerinnen portraitieren bekannte Pionierinnen sowie persönliche Vorbilder. Sie fertigen Rauminszenierungen, Fotografie und Bilder an. 100 Persönlichkeiten der weiblichen Elite werden vorgestellt aus den Sparten Unternehmertum, Finanzen, Architektur, Medien, Digitalisierung, Wissenschaft und Bildung, Medizin, Politik, Kunst und Musik.

Im Rahmen dieser Ausstellung widmet Sabina Bockemühl elf farbgewaltige Gemälde folgenden Persönlichkeiten: Ariane Sommer, Bettina Böttinger, Jette Joop, Alice Schwarzer, Jutta Speidel, Bärbel Dieckmann, Sarah Nücken, Kathrin Ackermann, Maria Furtwängler, Hannelore Elsner und Adele Neuhauser.

Sabina Bockemühl stammt aus Solingen und studierte Kunst an verschiedenen Akademien, unter anderem bei Markus Lüpertz. Seit 2009 wohnt sie in Murnau und hat dort eine eigene Malschule im „Gelben Haus“.

www.frauenmuseum.de, www.sabina-bockemühl.de

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